[DSA5] Spielbericht „Mini-Szenario: Sklavenhändler“ und „Stadt-Abenteuer: Angbar (Teil 1)“

Den Zwölfen zum Gruße!

Es kommt mir selbst zwar noch nicht so lange vor, dennoch ist es nun über ein Jahr her, dass unsere DSA5 Gruppe entstand (Artikel „Wie alles begann“). Auch ist bereits wieder eine gewisse Zeit vergangen, seit ich von unseren ersten Spielabenden berichtete, in denen wir das offizielle DSA5-Gruppenabenteuer „Offenbarung des Himmels“ (Spielbericht) erlebten. Unsere Gruppe legte eine Winterpause ein und ich war seitdem auch viel mit dem Scriptorium Aventuris beschäftigt. Nun steht das nächste Abenteuer in den Startlöchern und bald geht es endlich wieder los – vorher wollte ich aber noch über andere vergangene Spielabende berichten und etwas aufholen, damit die Spielberichte nicht zu viele Monate zeitlich hinter den aktuellen Geschehnissen in unserer Gruppe hängen.

Um es vorweg zu nehmen: Unsere Abenteuer waren bisher alle miteinander verbunden, wir starteten also unsere eigene Kampagne mit einer zusammenhängenden Geschichte. Da wir mit Offenbarung des Himmels direkt mit dem Sternenfall in Berührung kamen, spielte dieser bisher auch immer eine gewisse Rolle in den darauf folgenden Abenteuern. Die genauen Hintergründe sind meiner Gruppe noch nicht bekannt – weswegen ich an dieser Stelle auch noch nicht näher darauf eingehen werde. Als Besonderheit unserer Kampagne sehe ich die bunte Mischung aus offiziellen Publikationen und eigenen Abenteuern, die sich mit kleineren Anpassungen bisher gut zusammenfügten.

Im folgenden Beitrag habe ich zwei Spielberichte zusammengefasst: Zum Einen das Mini-Szenario aus den DSA5-Schnellstartregeln, zum anderen ein kleines Stadt-Abenteuer in Angbar, in dem der Handlungsstrang aus „Offenbarung des Himmels“ weitergeführt wurde und in neuen Aufgaben mündete.

Mini-Szenario Sklavenhändler

Der aufmerksame Leser meines Blogs weiß natürlich, dass uns „Offenbarung des Himmels“ ganze dreieinhalb Abende beschäftigte und fragt sich vermutlich seit Monaten, was wir mit dem anderen halben Abend gemacht haben. Wurde die DSA-Sitzung etwa frühzeitig beendet? Aber nein! Da muss doch jede Minute ausgekostet werden. 🙂

Am Ende von „Offenbarung des Himmels“ wurden stolz die ersten AP entgegen genommen und in diverse Charakterverbesserungen investiert. An diesem Abend verliebte ich mich übrigens in die Spielkarten des Sets „Vor- und Nachteile“, da dort unter anderem die Steigerungstabellen enthalten sind. Okay, die hat man ja auch im Buch…aber die Karten waren einfach viel handlicher und haben sich direkt bewährt. Seitdem sind zumindest diese Karten ein fester Bestandteil unserer Sitzungen wenn es darum geht, AP auszugeben.

Da – wie erwartet – auch nach AP-Vergabe und einigen Steigerungen immer noch Zeit war und zudem Gilia schon lange darauf wartete endlich ein paar Orks zu verhauen, spielten wir noch das Mini-Szenario aus dem DSA5-Schnellstarter (kostenlos auf der Ulisses-Seite zum Regelwerk downloadbar). Aus „Die Sklavenhändler vom Reichsforst“ wurde „Sklavenhändler im Bergsforst“ und „Alriksfurt“ wurde zu „Bergsfurt“, welches einige Tagesmärsche von Altenbrück entfernt auf dem Weg nach Angbar lag.

Das fünfseitige Szenario beinhaltet eine kurze Einführung, sowie 10 Szenen, die man nicht unbedingt in der aufgeführten Reihenfolge spielen muss bzw. manche auch auslassen kann. Natürlich enthielt das kurze Szenario keine umfangreiche Hintergrundgeschichte und auch keine verstrickten Beziehungen zwischen NPCs, meine anfängliche Skepsis, ob sowas „abgespecktes“ denn Spaß machen könne, wich sehr schnell und wir hatten knapp über zwei Stunden viel Freude an diesem erfrischend kurzen und klitzekleinen Abenteuer. Vielleicht lag es aber auch gerade daran, dass das Szenario eine willkommene Abwechslung zum vorherigen umfangreicheren Abenteuer bot. Der Hintergrund / der Auftrag war schnell beschrieben, ich verzichtete fast komplett darauf das Dorf Bergsfurt überhaupt zu beschreiben: eine verletzte Frau bricht auf dem Dorfplatz zusammen, ihr Sohn Severin wurde von orkischen Menschenhändlern entführt, der Dolfschulze eilt herbei und auch die Helden sind natürlich sofort zur Stelle um ehrenhaft ihre Hilfe anzubieten. Nach dem langen Aufenthalt in Altenbrück erwartete ich, dass eine genauere Beschreibung der Bewohner oder der Gebäude gefordert würde, das war an der Stelle aber überhaupt nicht notwendig. Es war erfrischend kurz und knackig.

Die obligatorische Suche nach einer Spur des Jungen / der orkischen Sklavenhändler im Bergsforst stellte die Helden vor einige typische Wildnis-Herausforderungen, erforderte einige Standard-Proben und führte (neben dem ganzen Standard) auch zu einem wahren Highlight unserer Spielgruppe: Als ein wütendes Wildschwein aus dem Unterholz preschte, weil die leicht tollpatschigen Helden plump durch dessen Revier stolperten und fielen, gelang es Gilia kühn und umso gewandter auf den Rücken eben jenes Wildschweins zu springen und für einige Kampfrunden sogar darauf zu reiten. Eine dieser Situationen, in denen man als Meister die Proben so dermaßen erschwert und die Würfel die Szene dennoch einfach so heraufbeschwören. Es war einfach unglaublich lustig 🙂 – außer für das arme Wildschwein.

Irgendwann war auch das Orklager mitsamt des an einen Baum gefesselten, gefangenen Severin gefunden. Die Orks wurden ein wenig beobachtet, eine Taktik besprochen und die Sklavenhändler mitsamt ihres Anführers Kurgh aufgerieben. Der junge Severin war gerettet und wurde zu seiner Mutter zurück ins Dorf gebracht. Die Helden wurden (mal wieder) gefeiert und erhielten eine kleine finanzielle Belohnung, bevor sie sich am nächsten Tag weiter gen Angbar machten.

Fazit: Als Lückenfüller (~2 Stunden) eignete sich das Mini-Szenario aus dem DSA5-Schnellstarter sehr gut und war eine gelungene Abwechslung zu dem vorherigen Abenteuer, dass sich über mehrere Abende erstreckte. Ich persönlich würde mich über ein Sammelsurium derartiger allgemein gehaltener Mini-Szenarien freuen; denn mit Mini-Szenarien, der Heldenwerk-Reihe, Gruppenabenteuern und offiziellen Kampagnen hätte man nahezu jeden zeitlich zur Verfügung stehenden Bedarf für DSA5-Runden abgedeckt. Vielleicht lege ich mir mal selbst ein Szenarien-Sammelsurium an. Ist an sich ja keine schlechte Idee, einige kleinere generische Aufträge als Sidequests zur Verfügung zu haben oder was meint ihr?


Stadt-Abenteuer in Angbar

Mit dem aus dem Himmel gefallenen Meteoreisen auf dem Bollerwagen, drei relativ gleichgroßen Goldklumpen aus der eingeschmolzenen Statue des Namenlosen, sowie dem gesiegelten Schreiben Praiondes erreichte die bunte Heldengruppe alsbald Angbar – Die Eherne.

Vorbereitungen zum ersten Stadt-Abenteuer

Ich hatte das Glück mir für meine Vorbereitungen die DSA 4 Quellenspielhilfe „Patrizier und Diebesbanden“ (hier als PDF käuflich erwerblich), sowie die DSA 4 Kurzabenteuersammlung „Leicht verdientes Gold“ ausleihen zu können. Durch die ausführliche Stadtbeschreibung in der Quellenspielhilfe konnte ich mir schon ein sehr genaues Bild von der interessanten Hauptstadt des Kosch machen. Ich verschlang die Beschreibungen zu den unterschiedlichen Stadtteilen, dem Leben und Treiben der zusammen lebenden Zwerge und Menschen, dem strengen Rat der Zünfte mit seinen Regeln und Normen, sowie weiterer Details zu jedem wichtigen Gebäude in der Stadt. Hier zeigte sich wieder der Detailreichtum in DSA – übertrieben ausgedrückt hat fast jeder Stein in Angbar seine eigene Geschichte. Ich empfand den Informationsreichtum für meine Vorbereitungen sehr nützlich und ich habe sehr viele interessante Dinge über Angbar erfahren – auch wenn davon vielleicht gerade mal 5-10% den Spielern meiner Gruppe offenbart wurde, und dass, obwohl wir zwei komplette Abende in Angbar verbrachten!

Zur weiteren Vorbereitung unseres ersten Stadt-Abenteuers gehörte auch das Erstellen von Karteikarten mit einigen Zufallstabellen mit diversen Ereignissen in einer Stadt – auch wenn diese nur zur Beschreibung einiger typischer Situationen dienten. Die „Ereignis-Karten“ verwendete ich zwar weniger als ursprünglich erwartet, jedoch gaben diese mir zumindest eine Sicherheit in die Hand um mal schnell ein Ereignis zu generieren aus dem sich auch mehr entwickeln konnte. Ein reines Stadt-Abenteuer war für mich komplett Neuland – vor dem Neustart mit DSA 5 waren Städte damals häufig einfach nur ein abstrakter überdimensionierter Shop zum Ausstatten der Helden. Nach dem Einlesen in die Hintergründe zu Angbar und den zwei Spielabenden weiß ich nun, dass dies den aventurischen Städten aber in keinster Weise gerecht wurde – ich bin mir sogar sicher, dass man in Angbar alleine schon eine Kampagne unterbringen und dort locker mehr als zwei Abende seinen Spaß haben kann.

Einstieg am Neumarkt

Als erste Station befanden sich die Helden auf dem Neumarkt, mitsamt beeindruckendem Praiostempel, dem Amtssitz, Rathaus, dem Handelskontor der Gebrüder Stippwitz und dem großen Hotel „Haus Sirbensack“. Der Trubel auf dem Marktplatz lies die Helden gleich spüren, dass sie sich nun in einer großen Stadt befanden und nicht mehr in einem kleinen Dorf wie Altenbrück. Interessanterweise hatten die zwei Händler, von denen Grimmbart zu Beginn unserer gemeinsamen Reise etwas Proviant stibitzen wollte, ebenfalls einen Stand auf dem Markt – was dazu führte, dass sich der Zwerg umso kleiner machte. Eine kleine Nebenquest gab es aber auch noch (dreist von mir aus „Drakensang – Am Fluss der Zeit“ übernommen): Zwei lautstark über Passanten lästernde Gestalten (Brin, der Schwätzer und  Cordo, der Faselhans) fallen nicht nur den Helden negativ auf. Alaniel wird so von Auralia zu deren Alchimistenstand gewunken und bekommt zwei Tränke in kleinen Schnapsfläschchen in die Hand gedrückt: „Damit zumindest heute etwas Ruhe einkehrt.“ – Nach einiger Überredung seitens Gilia erhielten Brin und Cordo etwas abseits des Neumarkts die leckeren Schnapsproben geschenkt und verwandelten sich in Trollkröten. Sie lästerten zwar nun nicht mehr, viel leiser waren sie trotzdem nicht. Selbst total überrascht verließ die Gruppe schnell den Ort des Geschehens und betrat den Praiostempel.

Mit Praiondes Schreiben in der Hand fragten sich die Helden bei einigen Geweihten durch und machten schließlich die Bekanntschaft des Hochgeweihten Tarjok Boquoi. Dieser war über die Geschehnisse in Altenbrück sichtbar besorgt, lobte die Gruppe aber für ihren praiosgefälligen Einsatz. Zum Dank erhielt jeder 12 Dukaten und Alaniel nahm noch eine (etwas veraltete) Karte von Angbar entgegen, was die weitere Orientierung in der Stadt etwas erleichtern sollte. Mit dem Meteorstein wollte der Hochgeweihte jedoch nichts zu tun haben – vermutlich hatte die Magie des gefallenen Steins das Entstehen des Kults in Altenbrück noch gefördert, wenn nicht sogar überhaupt erst ermöglicht. „Bitte bringt den Stein doch zum Hüter der Flamme im Ingerimmtempel. Er weiß sicher, wie man das Gestein unschädlich macht.“ (Genau. Hüter der Flamme. Nicht Hüterin.)

Platz des Feuers und Tempel der ewigen Flamme

Über die große Treppe auf dem beeindruckenden Platz des Feuers gelangten Gilia, Grimmbart und Alaniel etwas erschöpft in die unterderischen Hallen des Ingerimmtempels. War wohl schon etwas anstrengend den voll beladenen Bollerwagen sicher die vielen Stufen hinunter zu bringen. 🙂 Nachdem sich die Gruppe etwas im mächtigen und rauchigen Tempel umgesehen hatte, erfuhren die Helden, dass der Hüter der Flamme nicht anwesend sei. Das Verhalten einiger Geweihter kam den Helden auch etwas seltsam vor und so wurde erstmal kein Wort über den Meteorstein verloren. „Ich meine, dass der Hüter auf dem Weg nach Heimeling war um etwas mit Nirwulf, Sohn des Negromon zu besprechen.“ – also ging es, mit dem Bollerwagen, was aufwärts noch etwas anstrengender war, die Treppen wieder ganz nach oben.

Heimeling und die Gaststuben Aventuriens

Im hügelzwergischen Viertel Angbars „Heimeling“ kam direkt wieder etwas „Kosch-Feeling“ auf. Die interessanten Gaststuben Aventuriens luden zum Ausprobieren unterschiedlicher aventurischer Spezialitäten ein und boten genug Möglichkeiten, in denen sich einer der Gesuchten aufhalten könnte. Die Gruppe teilte sich auf und versuchte in den unterschiedlichen Tavernen und Gaststätten an Informationen zu kommen – hierbei ignorierten sie gekonnt sämtliche eingestreuten Nebenaufgaben. Zwar um einige Gerüchte reicher, aber ohne genaueren Anhaltspunkt trafen sich die drei Abenteurer wieder und rannten dabei mehr oder weniger zufällig Kubax, dem Sohn des Doro und Besitzer der Gaststätten in die Arme. Natürlich war Kubax ein guter Freund Nirwulfs und erzählte vom bald anstehenden großen Kochwettbewerb den Väterchen Nirwulf gemeinsam mit ihm veranstaltete (Anlehnung an „Prost Mahlzeit“ aus „Leicht verdientes Gold“). Über den aktuellen Aufenthalt des Hüters oder Nirwulfs wusste er jedoch nichts – auf jeden Fall würde er die beiden heute Abend aber in der Taverne „Zur betrunkenen Qualle“ (die Qualität der Taverne war weitaus höher als der Name vermuten ließ) zu einer kleinen Feierlichkeit erwarten.

Da es nun bereits Mittag war und Grimmbarts Magen knurrte, verabschiedeten sich die Helden von Kubax und statteten der Taverne schon mal einen Besuch ab. Kaum waren die Mägen gesättigt, wurde die Gruppe von einem Händler namens Rumpo angesprochen, der seine signierte Tabakdose nach einem Tächtelmächtel im Gemach der Schankmagd Leti verloren haben muss (ebenfalls stark von „Drakensang – Am Fluss der Zeit“ inspiriert). Blöderweise war Leti aber mit dem einflussreichen Sore liiert, was einiges an Ärger für Rumpo bedeuten würde, wenn doch nicht die Fremden ihm seine Tabakdose zurückholen könnten. Doch auch diese Nebenaufgabe wurde gekonnt ausgeblendet. Sein weiteres Schicksal blieb bisher im Dunkeln. „Hätte er sich vielleicht mal früher überlegen sollen, wo er sein Döschchen überall rumschleudert.“ – „Naja, wenigstens etwas mehr Acht drauf geben.“

Zeitvertreib in Angbar

Bis zum abendlichen Fest war noch einige Zeit rumzubringen. Da die Gruppe auch nicht ständig mit Sack und Pack (und Bollerwagen und eventuell gefährlichem Meteorstein) durch die Gassen streifen wollte, besuchte man Horwyns Hort und lagerte dort erstmal alles ein. Anschließend führte ich die Helden noch zu einigen Sehenswürdigkeiten – von denen sie zuvor in der Taverne gehört hatten. Natürlich konnte nur ein Bruchteil der interessanten Sehenswürdigkeiten betrachtet werden und ein noch kleinerer Anteil an Hintergründen rüber gebracht werden.

„Jetzt wird gefeiert“

Abends in der Taverne zeigte sich schnell was ein Hügelzwerg mit „kleiner Feierlichkeit“ meinte. Kubax begrüßte die mittags erst kennengelernten neuen Gesichter und stellte ihnen auch kurz den „Hüter der Flamme“ vor. Dieser zeigte sich jedoch etwas reserviert und wollte auch nicht in der Taverne über einen aus dem Himmel gefallenen Stein sprechen – und außerdem war er ja zum Feiern hier und nicht zum Reden! Immerhin versprach er den Helden, dass man sich doch morgen treffen solle um gemeinsam mit dem Meteorstein zum erfahrenen Kelrax, dem Sandsteiner zu gehen. Nun gut, das war immerhin ein Plan.

Auch Väterchen Nirwulf, Sohn des Negromon und Oberster Richter der Hügelwerge, als auch der Angbarer Fürst Blasius vom Eberstamm waren feiernde Gäste in der Taverne. Etwas zurückhaltend vor den aventurischen Prominenzen, die nur wenige Tische entfernt einen Humpen nach dem anderen kippten, versuchten Alaniel, Gilia und Grimmbart auch etwas zu feiern…nur eben sehr zurückhaltend. Als Grimmbart irgendwann später mal die Taverne verließ – ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr genau warum, vermute aber den triftigen Grund „pullern“ dahinter – wurde er aus einer Hecke heraus hinter dem Haus von einer Stimme überrascht: Bosper Berkelstein, Leibarzt des Fürsten bat Grimmbart um Hilfe. Fürst Blasius hatte erheblich über den Durst getrunken und lag hinter ihm in der Hecke. Natürlich könne er den Fürsten weder so liegen lassen, noch ihn in diesem Zustand durch die gesamte Stadt bis zum Fürstenschloss bringen ohne zu viel Aufsehen zu erregen. Scheinbar war Bosper immer mal wieder in einer derartigen Situation, aber heute war es besonders schlimm. Als Fürst Blasius gerade wieder lautstark zu singen beginnen wollte, konnte Bosper ihm gerade nochmal den Mund zuhalten. Amüsiert aber mit enormen zwergischen Verständnis holte Grimmbart nun auch Gilia und Alaniel dazu.

So…und nun beginnt der Spaß, dachte ich mir. Jetzt will ich mal sehen, wie ihr diesen angetrunkenen, sich kaum auf den Beinen haltenden und immer mal wieder rülpsenden und laut singenden Prominenten zurück ins Fürstenschloss bringt. Vorbei an zahlreichen Menschen und Zwergen, die in Angbars Gassen unterwegs waren. Vorbei an aufmerksamen Gardisten. Vorbei an den Wachen beim Fürstenschloss. Hihihi! *Händereib*

Alaniel: „Mmh, in diesem Zustand können wir ihn unmöglich soweit transportieren, ohne das ihn jemand sieht. Das wäre ja auch schlecht für unseren Ruf – am Ende wird behauptet wir haben den Fürsten betrunken gemacht.“
Gilia: „Mmh, solange er die Klappe hält…ich könnte ihn tragen. Im Dunkeln erkennt man ihn vielleicht nicht, naja zumindest nicht bis wir direkt beim Schloss sind.“
Grimmbart: „Bollerwagen holen. Fürst rein. Decke drüber.“
Alaniel: „Ich hab’s!“ – sie legte beide Hände auf den Kopf des Fürsten – „Salander Mutander.“
Bosper Berkelstein: „Ihr habt den Fürsten in einen Hasen verwandelt? Seid ihr denn wahnsinnig?“
Alaniel: „Keine Sorge, ist ja nicht von Dauer.“
Gilia: „Bei dem Anblick des Hasen wird zumindest auch keiner an Fürst Blasius denken.“
Bosper Berkelstein: „Ja, aber vielleicht an einen Hasenbraten!“
Grimmbart packte den Hasen, der nicht mal mehr gerade hoppeln konnte, im Genick und hob ihn zu Alaniel: „Pack ihn weg.“

Lange Rede – kurzer Sinn: meine vorbereiteten Schleichpassagen und nächtlichen Herausforderungen um einen betrunkenen Fürsten ungesehen zurück ins Schloss zu bringen, waren kurzerhand nicht mehr notwendig und der Fürst in Hasenform konnte ohne geringstes Aufsehen zurück ins sein Schlafgemach gebracht werden. Am nächsten Tag hörte man aber davon, dass Blasius ungeheuren Hunger auf Möhren hatte.

So ging der erste Tag in Angbar zu Ende…

Die Geschehnisse des nächsten Tages folgen bald im 2.Teil.

Bis dahin,

euer Fethz.

 

Teilen macht Freu(n)de...Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on Twitter

3 Gedanken zu „[DSA5] Spielbericht „Mini-Szenario: Sklavenhändler“ und „Stadt-Abenteuer: Angbar (Teil 1)“

  1. Pingback: Aus dem Limbus: Listen, Listen, Listen | Nandurion

  2. Sehr gut, habe ´grade gegen Ende noch mal herzlich lachen müssen 😀 Aber das du schreiben kannst, hast du ja hier auch bisher schon deutlich bewiesen. Freue mich sehr auf den zweiten Teil 🙂

    liebe Grüße,

  3. Pingback: [DSA5] Spielbericht „Stadt-Abenteuer: Angbar (Teil 2)“ | Fethz Welt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.