Was ist ein Fethz?

Hallo an alle,

zuerst einmal: Schön, dass du dich für die Person hinter diesem Blog – also mich – interessierst.

Also gut: was ist ein Fethz?

Mehr oder weniger ist Fethz ein Spitzname, genau wie auch Sathi(us) oder Moe, aus einer vergangenen Zeit. Einer Zeit, in der ich noch jung, dynamisch, muskulös, knackig und optimistisch war. Doch diese Zeiten sind vorbei, da irgendwann der Ernst des Lebens begann, man immer weniger Zeit für Hobbys hatte und erwachsen werden musste. Aber jetzt mal im Ernst, die wenigsten der zuvor genannten Adjektive standen jemals in direktem Zusammenhang mit meiner Person. Auch das „Erwachsen werden“ im eigentlichen Sinne hat wohl nicht ganz so funktioniert, wie man es normalerweise erwarten würde. Es gibt da ja auch diesen Spruch: „Männer werden nicht erwachsen, sondern nur älter.“ – Da muss ich sagen, dass das wohl bezogen auf mich stimmen muss. Natürlich wurde man reifer. Natürlich musste man Verantwortung tragen. Aber dennoch bin ich mir und meinen Hobbys treu geblieben, mal mit mehr oder weniger großen Pausen, aber rückblickend drehte es sich immer um die gleichen Hobbys: typische Nerd-Freizeitaktivitäten!

„Ohhhh“ – höre ich nun einige sagen – „Nerd. Oh, oh. Ein Freak also.“ – Doch auch wenn viele heute immer noch die ursprünglich negativ gemeinte Wortbedeutung damit assoziieren, kann ich (auch mit etwas Selbstironie) von mir sagen: Ja, dann bin ich wohl ein Nerd. Denn ich habe nicht die „normalen“ oder typischen Hobbys, die von der breiten Masse männlicher Mitmenschen ausgeübt werden: Rasen mähen, Fußball, Schränke zusammen bauen, am Auto rum schrauben, etc. – Natürlich gibt es diese Aktivitäten auch in meinem Leben als verantwortungsvoller Familienvater. Es ist ja auch nicht so, dass mich z.B. Fußball gar nicht interessiert, immerhin spielen meine zwei Söhne beide Fußball und ich gehe auch mal gerne ins Stadion…aber Hobbys sind für mich was anderes.

Ich liebe Fantasy und Science Fiction, will aber nicht nur konsumieren und TV-Serien in mich aufsaugen, sondern auch aktiv „erleben“:

  • Brettspiele jenseits von „Mensch ärgere Dich nicht“, „Dame“, „Monopoly“ & „Lotti Karotti“: Strategiespiele / Aufbauspiele / Fantasysspiele. Natürlich fallen darunter auch die eher bekannteren Spiele wie „Siedler von Catan“ oder „Carcasonne“, aber auch wahre Klassiker wie „Drachenhort“ (das vermutlich nur „Gleichgesinnten“ etwas sagt) spiele ich immer wieder gerne.
  • Trading-Card-Games: Man kann es sammeln? Und man kann damit spielen? Perfekt! Angefangen hatte damals alles mit Magic – The Gathering, etwas Herr der Ringe, ein wenig Yu-Gi-Oh!, Pokemon-TCG oder auch relativ schnell wieder verschwundene Spiele wie „X-Men TCG“ (das um die Jahrtausendwende in der gleichen Zeit wie der erste X-Men Film – der ersten Trilogie – erschien). Hier stand zu einem Großteil aber eher das Sammeln im Vordergrund. Von allen genannten TCG spiele und sammle ich heute mit den Kids aber immer noch Magic.
  • Comics: Hey, noch etwas, das man sammeln kann und schon lange zu meinen Hobbys gehört. Abgesehen von Micky Maus und den Lustigen Taschenbüchern, startete meine Comic-Leidenschaft so richtig mit den Abenteuern von Spider-Man (oder damals eher „Die Spinne“ im Taschenbuchformat von Condor) und X-Men (im übergroßen Heftformat). Hauptsächlich war und bin ich in der Marvel-Welt unterwegs, wobei ich aber keiner Derjenigen bin, die deswegen DC-Comics schlecht finden. Auch Spawn finde ich sehr cool. Aktuell lese ich regelmäßig Spider-Man und Deadpool.
  • Video- / Computerspiele: Ja, ich hatte einen der ersten grauen klobigen 5kg schweren GameBoys und ich liebte ihn. Nach Tetris und Super Mario lernte ich mit Zelda – Links Awakening eine neue Art von Spiel kennen, die mich unglaublich fesselte. In der „reiferen“ Zeit folgten dann am PC die mittlerweile klassischen Spiele wie Baldur’s Gate, Diablo, Dungeon Keeper, Starcraft, Command & Conquer. Da ich auch meine Freude am Programmieren fand, erstellte ich auch selbst das ein oder andere PC-Spiel: darunter vor allem ein Fantasy-RPG mit rundenbasiertem Kampf und Sprachausgabe (!) für Quests. Über das Spieleprogrammieren brachte ich mir selbst einige Programmiersprachen und -techniken bei, was dann Jahre später auch auf die Richtung meiner Berufswahl Auswirkungen hatte. Mittlerweile habe ich auch das ein oder andere kleine Projekt in Unity (3D Game Development Engine) erstellt – doch richtig „fertig“ ist keines meiner eigenen PC-Spiele je geworden. Während des Studiums spielte ich hauptsächlich „World of Warcraft“ – stellenweise habe ich mit meiner Frau sogar „professionell“ geraidet mit Server-Firstkills und allem drum und dran. Über die Jahre wurde das aber auch immer weniger und das Abo lief letztendlich aus. Nach zwei Jahren Pause haben wir nun aber wieder in das aktuelle Addon „Legion“ reingeschnuppert – und bisher macht es auch als Gelegenheitsspieler noch Spaß.
  • Pen- & Paper-Rollenspiele: Ich weiß nicht mehr genau wie alt ich war – vermutlich so 9 oder 10 Jahre – als ich mit Freunden etwas entdeckte, was sich Pen- & Paper-Rollenspiel nannte. (Was das nun genau ist werde ich hier nicht erklären. Ich gehe davon aus, dass Interessierte Mit-Nerds, die diese Seite / meinen Blog lesen, wissen, wovon ich rede.) Also begannen wir damals mit dem seither größten deutschen Rollenspiel „Das Schwarze Auge“ (2.Edition) und schnetzelten uns durch Aventurien – zu einer Zeit, in der noch jedes erschlagene Monster Erfahrung gewährte und soziale Interaktion und ausgefeilte Handlungsstränge weder im Vordergrund standen noch durch vorgefertigte Abenteuer geliefert wurden. Irgendwann war die DSA-Zeit für mich persönlich vorbei. Ich weiß nicht warum. Mittlerweile – nach über 15 Jahren – durch Erscheinen von DSA in der 5.Edition und einer wackeren, erwachsenen Heldengruppe bin ich wieder in Aventurien als Spielleiter unterwegs. Andere Systeme habe ich – auch aus Zeitgründen – bisher noch nicht aktiv gespielt, aber dennoch interessiert verfolgt. Aktuell hat mich vor allem ein relativ neues System in den Bann gezogen, welches Ende diesen Jahres auch auf Deutsch erscheint: Fragged Empire (ein Pen- & Paper-Rollenspiel mit Tabletop-Elementen…super Überleitung…).
  • Tabletop: Ebenfalls in jungen Jahren (ca. 10) packte mich die Sammel- und Modellbau-Leidenschaft – Warhammer 40k. Mächtige Space Marines in Servorüstungen gegen barbarische Orks oder haufenweise Tyraniden – genial! Das Spielen selbst stand jedoch auch hier meistens eher im Hintergrund. Nach einem kleinen Ausflug in Warhammer Fantasy sammle ich heute nur noch bzw. male meine Miniaturen an. Da auch hierzu meist die Zeit fehlt stapeln sich mittlerweile aber auch Kartons mit unbemalten Miniaturen.

Die Auflistung hat hoffentlich einen guten (aber keinesfalls vollständigen) Überblick über meine zahlreichen Hobbys geben können. Ich weiß zum aktuellen Zeitpunkt selbst noch nicht genau in welche Richtung sich mein Blog entwickeln wird, aber vermutlich wird es sich in meinen zukünftigen Blog-Einträgen auch um diese Hobbys drehen.

Zu guter Letzt auch noch was zu meiner Person: Ich heiße im „wahren“ Leben Massimo, bin Anfang 30, Diplom-Wirtschaftsinformatiker (BA) und stolzer Familienvater einer sechsköpfigen Familie. (Falls man unsere Katzen Phex und Rondra, sowie unseren Welpen Koda mitzählt, wären wir schon eine neunköpfige Familie.)

Fethz Welt - Massimo Feth