[DSA5] Ratcon 2017 – Ulisses. Freeeeeuuund.

Aventurischer Almanach - Silberner Ennie für bestes Setting

Der Montag nach einem phantastischen Wochenende…irgendwie ruhig, trotz der Baustelle vor der Haustür. Die Ratcon 2017 in Limburg ist vorüber und die letzten Urlaubstage sind nun angebrochen. Die Zeit auf der Convention verging wie im Fluge. Meine Frau und ich hatten unglaublich viel Spaß, wir haben sehr viel gelacht, führten nette Gespräche und bekamen neue Eindrücke und Informationen. Um all das Gesehene und Erlebte zu verarbeiten und langfristig im Hirn zu verankern, wird es wohl ein paar Tage benötigen. Abhilfe schafft mir aber wohl auch das Niederschreiben unserer Erfahrungen auf der Ratcon. Doch ich schreibe diesen Beitrag nicht nur für mich, um die Erinnerungen fest zu halten, sondern auch für all jene, die sich vielleicht genau wie wir vor der Veranstaltung gefragt haben: So eine Rollenspiel-Convention…ist das überhaupt etwas für uns? Hierzu werde ich auch schauen, ob und wie weit sich unsere zuvor festgehaltenen Erwartungen (vorheriger Beitrag: „[DSA5] Ratcon 2017 in Limburg – Nur noch 20 Tage!„) tatsächlich erfüllt haben oder ob wir ein komplett falsches Bild hatten. Außerdem erfahrt ihr vielleicht auch, warum Freundschaft zu Affen als auch Freundschaft unter Einhörnern so verdammt wichtig ist.

Herzlich Willkommen zu meinem bisher längsten Blog-Beitrag! Ein wenig möchte ich mich dafür auch entschuldigen und hätte den Beitrag auch in 3 Teile aufsplitten können…aber ihr habt bestimmt genug Phantasie um euch diese Aufteilung selbst vorzustellen und den Beitrag bei Bedarf auch auf Etappen zu lesen.

  • Achtung! Der folgende Blog-Beitrag kann den ein oder anderen Spoiler auf Geschehnisse der Ratcon enthalten und Inhalte der noch nicht bei YouTube online gestellten Aufzeichnungen der Panels und Spielrunden vorgreifen.
  • Achtung! Enthält absolut subjektive Eindrücke und Meinungen!
  • Achtung! Auf jeden Fall enthält dieser Blog-Beitrag stellenweise nicht weiter gekennzeichnete Ironie und Sarkasmus.

Freitag

Anreise

Entgegen unserer ersten Planung starteten wir sogar eine Stunde früher. Sehr gut, denn die brauchten wir auch. Nachdem wir uns noch kurz mit Reiseproviant im Krämerladen unseres Vertrauens eingedeckt hatte, ging es auf die Autobahn. Dort verbrachten wir dann angenehme 5 Stunden und konnten ausgiebig die Landschaft auf dem Weg nach Limburg begutachten. Die Anreise sollte eigentlich nur 2 Stunden dauern…vielleicht 2,5 Stunden mit etwas mehr Verkehr. Ungeplant doppelt so lange im Auto zu sitzen, war dann doch etwas anstrengender. Das anfängliche Praioswetter wurde allmählich auch immer efferdiger. Aber gut, schließlich erreichten wir um 17:30 Uhr unsere Pension in einem Nachbarort, checkten ein und brachten das Zeug ins Zimmer. Nach einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns dann auf die kurze Weiterfahrt nach Limburg.

Ankunft

Das Auto wurde auf dem kostenlosen großen Parkplatz „Marktplatz“ abgestellt. Vielen Dank an das Orga-Team, denn sowohl auf der offiziellen Ratcon-Seite als auch bei Facebook bekam man genug Informationen & Empfehlungen zu diversen Parkplätzen, den Kosten und Laufwegen. Das erleichterte mir die Planung ungemein. Danke! Vom Parkplatz aus hatten wir einen Fußweg von 10 Minuten zur Stadthalle vor uns. Wenige Minuten vor unserer Ankunft auf dem Parkplatz begann es in Strömen zu regnen. Bei Ankunft auf dem Parkplatz strömte es in noch größeren Strömen…sintflutartig. Ka…ulquappe. 1 Regenschirm. 2 Personen. Beim ersten Mal gekonnt am Weg zur Stadthalle vorbeigelaufen…deswegen knapp 20 Minuten im Regen in Limburg verbracht. „Endlich, da vorne! Da ist die Halle! Da sind Ratcon-Banner!“ – eine Hälfte von mir war immerhin trocken. Trotzdem irgendwie doof wie ein nasser Hund in einer Schlange…jaaaa! Wir sind dran!

Die erste Stunde

Es waren zwei Kassen aufgebaut, 90% standen aber nur an der rechten Kasse. „Ok…vielleicht ist die linke Kasse nur für Spielleiter oder so? Warum geht da niemand rüber?“ – Uns wurde zugewunken. Der Empfang war genial und ich konnte zum ersten Mal lachen und die nasse linke Hälfte meiner Klamotten war vergessen: „Ihr könnt ruhig hier rein. Wir haben hier eine Zwei-Kassengesellschaft!“ 🙂 Wir bekamen unsere grünen Con-Bänder, unsere Programmhefte (inkl. dem Abenteuer „Seelanders Eleven“) und traten in die Eingangshalle ein. Zu unserer rechten eine Menschenmasse, die sich um Tische versammelte (Ulisses B-Ware-Stand). Vor uns eine Menschenmasse, die sich um Stellwände drängte (Spielrundenanmeldung). Zu unserer linken unverkennbar der Ulisses-Shop-Stand…und eine gewaltige Menschenschlange auf dem Weg zur Kasse. Puh. Probe auf Orientierung. Links von den Stellwänden geht es zu den Erdgeschoss-Sälen. Woah! Markus Plötz lief gerade vorbei! 🙂 Neben der Treppe der Würfelmeister-Stand, kaum in der Menschenmasse sichtbar. Hinter der Treppe verbarg sich der Infostand…inklusive einer Menschentraube. Das direkt nach Öffnung der Pforten viel los sein würde, war uns ja irgendwie klar, mit so vielen Menschen haben wir aber nicht gerechnet.

Wir verdrückten uns also erstmal in das 1. OG. Hier war minimal weniger los. Ein paar Tische und die Bar. Also wurde zweimal die Kaffee-Flatrate mit coolen Ratcon-Tassen organisiert. Hinter geöffneten Doppelflügel-Türen befand sich ein großer Saal mit Bühne in dem zahlreiche Tische aufgebaut waren. Die Künstlermeile war auch hier aufgebaut, sowie Stände von Fanpro, DreieichCon, den Kellerkindern (einer Limburger Rollenspiel-Fangruppe) und der Drachenzwinge. Außerdem befanden sich auf dieser Etage draußen vor dem Saal die Stände von Truant Spiele, Godicon und vom Uhrwerk Verlag.

Wir schnupperten noch kurz in das 2. OG, in dem ebenfalls Tische für Spielrunden aufgebaut waren, und machten uns dann aber fix wieder auf den Weg zum Erdgeschoss.

Bruch-Factor

In dem Saal mit Namen „Mirhibans Lehrstube“ befand sich ein kleines Podium, erhellt von Scheinwerfern und im Blick der Kamera. Wir wollten unbedingt einmal live bei einer Folge „Bruch-Factor“ (nicht Bruchfaktor!) dabei sitzen, was man sonst nur aus dem abendlichen YouTube-Programm kennt. Wir hatten einen guten Platz, der Raum war (noch) angenehm kühl und wir warteten gespannt. Meine Frau schaute sich überall um…wo war denn Mháire? Sie kommt bestimmt auf besonders spektakuläre Weise zu Beginn der Show erst in den Raum!

Die Show begann. Keine Mháire. Markus Plötz (Geschäftsführer von Ulisses) und Anselme (von Orkenspalter TV, uns durch das ein oder andere Let’s Play bekannt) eröffneten die Show. Mháire sei krank. Steff und Michael Mingers saßen ebenfalls auf dem Podest an einem seitlich aufgebauten Tisch und bemalten Miniaturen. Mit einem verdächtigen Blick zu Steff meinte Markus dann aber: „Ich weiß aus sicherer Quelle, dass sie zum morgigen Let’s Play da sein wird!“ – Ok, Steff würde also morgen wieder mit Perücke und Kleid in ihre Rolle schlüpfen. Na gut. Meine Frau war ein wenig enttäuscht, hatte sie sich doch so sehr gefreut Mháire mal live zu sehen.

Die kleine Enttäuschung herrschte nicht lange vor, denn die Show war sehr unterhaltsam! Einige Informationen und Ausblicke auf die nächsten zwei Tage Ratcon fehlten ebenfalls nicht. Neben der Erklärung der Rätselqueste wurde das Publikum z.B. auch auf die Wichtigkeit des Programmhefts hingewiesen. Mehrfach. Im Programmheft befand sich einfach alles und es wurde zu einem wichtigen Begleiter auf der Veranstaltung. Ich fand’s richtig toll und meine ausgearbeiteten Excel-Pläne hatten direkt beim Eintritt ihre Daseinsberechtigung verloren.

Als die Regiekatze…Roooaaaaaar…äh, der Regiedrache kurz den Raum verließ wurde das Publikum darauf konditioniert, beim Wort (Regie-) Katze wie ein Drache zu brüllen und beim Wort Drache eher zu miauen. Das sorgte für unterhaltsame Momente während der Show, in den nächsten Tagen auf der Con als auch danach. Hierzu ein kleiner Exkurs in die Gegenwart. Wir wohnen bei zwei Katzen Phex und Rondra…und als unsere kleine Tochter das Wort KATZE erwähnte, hörte ich innerlich einen Drachen brüllen. ROOOAAAAAR!

Es wurden zudem mehrere Runden „Klugscheißer-Modus: An“ gespielt. Hierzu hatte man aus dem Publikum die Chance im Team Markus oder im Team Michael Fragen aus der „Nerdwelt“ (DSA, Das Lied von Eis und Feuer, Star Wars, etc.) mit Klugscheißerwissen zu beantworten oder…auch mal ganz nett…als menschlicher individuell klingender Buzzer vor dem Tisch kniend für ein Team zu fungieren. Der Spieler und der Buzzer des Gewinnerteams wurden mit Ulisses-Dollar belohnt. Der Anreiz unsererseits war zwar da…aber die Zurückhaltung war stärker. Zum Glück. Denn bei fast allen Fragen dachte ich mir: „Woher soll man das wissen?“

Die bemalten Miniaturen von Steff und Michael konnte man ebenfalls begutachten und am Ende der Show konnte man sogar ein paar Worte mit Michael wechseln. Knapp 0,6 Schritt Entfernung. Schaut auf jeden Fall mal im YouTube-Channel von Orkenspalter TV rein, da die aufgezeichnete Show dort oder direkt im Kanal von Ulisses Spiele in den nächsten Tagen zur Verfügung stehen wird.

Nach einem kleinen kurzen Einstieg von knapp 4 Stunden in die Welt einer Convention ging der Freitag zu Ende und wir machten uns zurück auf den Weg zum Hotel. Dort angekommen merkten wir, wie erschlagen wir von der Anfahrt und den ganzen Eindrücken waren. Ich blätterte noch ein wenig im Programmheft und…..


Meisterinformation: Hier könnte der imaginäre zweite Teil beginnen, insofern es einen zweiten Teil gäbe.

Samstag

Nach erholsamem Schlaf – viel länger als geplant – und Frühstück-on-the-way kamen wir gegen 10:00 Uhr wieder in der Stadthalle an.

Shoppen!

Jetzt wollte ich erstmal bei Ulisses einkaufen. Soviel von DSA5 fehlte mir ja nicht mehr. Dachte ich. Die Bücher hab ich mir bisher immer direkt geholt, bei neu erschienenen Abenteuern hielt ich mich meistens zurück – soviel Nachschub benötigte unsere Gruppe nicht. Als ich dann vor den Abenteuern stand und plötzlich den ganzen Arm voll hatte, fiel mir aber auf, dass ich zwar von jedem Abenteuer erfahren hatte aber wohl schon lange keins mehr gekauft habe. Mittlerweile sind echt viele DSA5-Abenteuer auf dem Markt. (Mimimi. Es gibt trotzdem mehr DSA4-Abenteuer. Mimimi. *g*) Nostalgisch schwelgte ich in der Erinnerung unseres Wiedereinstiegs mit DSA5, als Abenteuer echt Mangelware waren und gerade mal „Offenbarung des Himmels“ als Gruppen- und „Der Vampir von Havena“ als Solo-Abenteuer zur Verfügung standen. Und dann kam dieses blöde Gewissen und die Vernunft. Dabei sagten wir beide uns vor der Con: „Das ist unser erster gemeinsamer Urlaub ohne Kinder nach 9 Jahren. Da schauen wir gar nicht erst aufs Geld!“ – meine Probe auf Vernunft gelang aber leider, ich legte zwei Abenteuer zurück und verließ den Stand (nach erfolgreichem Bezahlvorgang) mit nur zwei vollen Tüten. Darin enthalten natürlich auch die exklusiven Ratcon-Würfel, die Aventuria-Erweiterung „Feuertränen“ (noch nicht offiziell im Handel verfügbar), sowie die Ratcon-limierte Version des Heldenwerkarchivs, jeweils begrenzt auf 1 Exemplar pro Person.

Ah, am B-Ware-Stand hat es auch gerade etwas Platz. Ähm…ist das da die Pathfinder-Einsteigerbox? Ok, der Karton ist ziemlich mitgenommen. Aber ich brauch das. Und das Pathfinder-Monsterhandbuch…der Buchrücken ist ziemlich beschädigt. Und ja. Das stört mich. Das stört mich sehr. Aber: Ich hab das Pathfinder-Zeug direkt bei Michael Mingers kaufen können. Ok, dann kann ich auch mit dem eingedrückten Buchrücken leben. Knapp 0,3 Schritt Entfernung.

Ich drehe mich gerade kurz vom Stand weg…ähm, liegen da etwa die Aufsteller fürs Monsterhandbuch I? Die Aufsteller, die ich beim Crowdfunding „Was Ewig Liegt“ dazu genommen hatte, die dann aber leider doch vergriffen waren? Ja Mann. Aber der eingedrückte kaputte Karton…mmh. Pack ein!

Bepackt wie eine nomadische Karawane mit 4 Tüten ging es pünktlich 11:45 Uhr Richtung Mirhibans Lehrstube. Wenn man eine Viertelstunde vorher da ist, gibt’s immerhin auch einen guten Platz. Haha, Pläne. Hahahahaha. Wir kamen 3 Schritt vom B-Ware-Stand weg und standen schließlich in der Schlange für den Einlass zur Keynote.

Keynote

Nach einer gefühlten Ewigkeit wurden die Tore zum Saal geöffnet und es war einfach nur ultimativ voll. Wie für viele andere reichte es auch bei uns nur für einen Stehplatz. Der Saal, der gestern noch angenehm kühl und voller Frischluft war, glich schnell einer Zwergenschmiede tief im Inneren einer Binge. Ohne Sauerstoff. Stickig. Mit schleierhaftem Dunst. Heiß.

Der Vortrag von Markus Plötz über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Ulisses Spiele war sehr interessant – trotzdem muss ich mir das aufgenommene Video dazu noch mal auf YouTube anschauen, da ich aufgrund des Sauerstoffmangels Aussetzer meines kognitiven Apparats nicht ausschließen möchte. Vielleicht habe ich auch die Hälfte der Zeit einfach nur versucht weiter zu atmen. Ein Gutes hatte es auf jeden Fall: Man konnte nicht umfallen. Dazu war es zu voll.

Ich freute mich auf jeden Fall als das Thema Scriptorium Aventuris angesprochen wurde und in der Präsentation einige Cover von Veröffentlichungen des ersten vergangenen Jahres gezeigt wurden – vor allem, da ich 2-3 Cover meiner Publikationen darunter entdeckte. Das machte mich dann stillschweigend schon etwas stolz. Weiteratmen.

Die Details der Keynote will ich an der Stelle gar nicht wiederholen – vor allem da einzelne Verlagsentscheidungen keinerlei Einfluss auf unser Erlebnis der Convention oder unsere Freude an DSA und Co. haben. Schaut euch am besten einfach das Video dazu an, sobald es zur Verfügung steht, um die Infos direkt aus Markus Mund zu hören, macht euch selbst eure Gedanken dazu. Ich kann für mich nur sagen, dass ich mich über die positive Entwicklung bei Ulisses Spiele freue und Markus mir oft wirklich aus dem Herz gesprochen hat. Gerade beim Thema „Regelpolizei“, „richtig spielen“ und „richtig Spaß haben“! Weiteratmen.

Lesung

Sauerstoff ist einfach genial. Sauerstoff = Freeeeund. Doch noch viel genialer als Sauerstoff war die Vorlesung von Robert Corvus aus dem 3. Teil der Romanfassung der Phileasson-Saga „Die Wölfin“. Zusammen mit Bernhard Hennen („Die Elfen“) werden die 12 bekannten DSA-Abenteuer um die Thorwaler-Saga als Romane neu aufgelegt. Das interessante hierbei ist, dass Robert Corvus die Sicht von Phileasson schreibt und Bernhard Hennen aus der Perspektive von Beorn, dem Blender. Eine neue Perspektive, die aus den damaligen Abenteuern nicht ersichtlich war und andere Wege und Herangehensweisen erleuchtet. Leider konnte Bernhard Hennen aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst an der Co-Lektüre teilnehmen. Wir wünschen gute Besserung! Die Lesung war trotzdem fantastisch. Eine Lesung aus dem Mund des Autors hat einfach etwas ganz Besonderes. Außerdem wurde gesungen. Ja, die Blender Beorn Ballade. Allein das Wort „Ballade“ für ein Lied der Thorwaler (Hinweis: Melodie egal, Hauptsache laut) sorgte in mir für Freude. Dann wurde gesungen, laut, sehr laut. Ich hatte echt noch nie soviel Freude am Singen! Das hätte ich echt nicht erwartet. Ganz toll!

Am Ende der Lesung wurde noch schnell der Raum hin zu den Signiertischen verlassen und wir erstanden den 1. Teil der Romanreihe inklusive persönlicher Widmung. Hammerhart! Robert Corvus ist ein unglaublich sympathischer Geselle. Er ist übrigens auch Wirtschaftsinformatiker und (unverkennbar) dem Metal zugetan. Wir haben uns über diese Begegnung echt sehr gefreut!

Foto mit Robert Corvus

Hexxen 1733

Als Crowdfunding-Unterstützer konnten wir uns das Panel zum neuen deutschen Rollenspiel Hexxen 1733 von Mirko Bader natürlich nicht entgehen lassen. Leider mussten wir dazu wieder in Mirhibans Lehrstube – hier fand zuvor die Keynote und anschließend ein weiteres Panel zu Crowdfunding bei Ulisses statt. Der Sauerstoffgehalt in der Schmiede der Angroschim war immer noch sehr gering. Immerhin war es diesmal nicht ganz so voll, wie zuvor bei der Keynote. Nur ein einziger Zuschauer musste stehen: Ich. Immerhin stand ein Klavier neben mir, auf das ich mich halbwegs lehnen konnte. Weiteratmen.

Die Präsentation wurde mit einem atmosphärischen Musikstück von Ralf Kurtsiefer eingeleitet, das mir die Gänsehaut auf die Arme trieb. Mirko Bader und Michael Mingers gaben Informationen zum Spiel, den inspirierenden Filmen und Serien, dem aktuell laufenden Crowdfunding, etc. zum Besten. Am Ende der Präsentation gab es einen weiteren stimmungsvollen Track von Ralf Kurtsiefer zu hören und unsere Vorfreude auf das Spiel war umso größer.

Falls ihr auch in eine Parallelwelt zum Europa des Barocks eintauchen wollt, ihr actionreiche und cineastische Kämpfe als Monsterjäger wie Van Helsing ausleben möchtet oder einfach mal in einer Welt spielen wollt, in dem im Schwarzwald ein Tor zur Hölle aufging und zahlreiche Untote, Hexen, Dämonen, Werwölfe, Vampire und sonstiges Gezücht daraus kriechen…tja, dann solltet ihr vermutlich auch mal einen Blick in das Crowdfunding werfen. Das Projekt ist zum Zeitpunkt des Schreibens übrigens bereits zu 1.203 % gefundet und läuft noch 21 Tage! Die Erwartungen an das Spiel sind groß, aber ich bin mir sicher dass wir es nicht bereuen werden! In meinem vorherigen Blog-Beitrag zur Ratcon erwähnte ich ja bereits kurz Wellness-Urlaub im Schwarzwald, den andere unternehmen, während meine Frau und ich Urlaub auf der Ratcon unternehmen. Unser Urlaub im Schwarzwald im nächsten Jahr wird sich in der Welt von Hexxen 1733 abspielen…aber mit Wellness wird er definitiv nichts zu tun haben. *harhar*

Verschnaufpause und Shoppen!

Nach einem Andergaster Schweineschnitzel mit bornischen Kartoffelstäbchen kauften wir uns die aventurische Götteruhr von Godicon, die schon lange auf unserer Wunschliste stand. Schließlich brachten wir die unzähligen (und immer schwerer werdenden) Tüten zum Auto. Eine kurze Verschnaufpause war uns nun gerade recht. Andere Panels und Veranstaltungen die wir uns am späten Nachmittag anschauen wollten, ließen wir erstmal ausfallen. Ein paar Stunden ohne fest getaktetes Programm taten auch mal gut.

Als wir zurück in der Stadthalle waren, starteten wir die nächste Shoppingtour. Immerhin ging ich auch mit der Erwartung zur Ratcon, dass ich mir zumindest ein Buch von Splittermond holen würde. Nach langem Überlegen am Stand des Uhrwerk Verlags entschied ich mich dann für ein Softcover „Die Welt“, da mich das Setting selbst am meisten interessiert und ich erstmal einschätzen will, ob ich noch ein weiteres System spielen möchte. Meine Frau gönnte sich dann noch ein schönes Splittermond-Würfelset bevor wir anschließend am Stand von Würfelmeister auch noch das ein oder andere Utensiel (Würfelbeutel, Chips, Würfel, etc.) erstanden.

Immerhin waren es diesmal eher kleine und leichte Gegenstände. 🙂

Werner Fuchs

Einen Besuch am Fanpro-Stand konnten wir uns nicht entgehen lassen. Rollenspielpionier Werner Fuchs, der zusammen mit Ulrich Kiesow und Hans Joachim Alpers Das Schwarze Auge entwickelte, und für uns wie eine Legende war, stand wahrhaft vor uns, erkannte direkt dass wir aus dem Badnerland kamen und befragte uns zum KSC – was mir aufgrund meines nur laienhaften Fußballwissens gar nicht so einfach fiel. 🙂 Werner Fuchs ist einfach genial!

Rätselqueste

Die „freie“ Zeit bis zum geplanten Abendprogramm nutzten wir um die Rätselqueste zu absolvieren: Ein eigens für die Ratcon aufgesetztes Con-Abenteuer. Am Infostand konnte sich jeder Besucher ein Abenteuer im DIN A5 Format holen und in der Halle diverse Rätsel lösen. Es galt 6 Orte und den Namen eines Hehlers herauszufinden. Mit mathematischem Grundverständnis, etwas DSA-Hintergrundwissen und Knobelei durchstreiften wir die Stadthalle wie aventurische Detektive. Ein großer Spaß!

Während der Rätselqueste kamen wir natürlich auch mal wieder im großen Saal im 1. OG vorbei – die Zeichenstationen von Nadine Schäkel und Steffen Brand waren leider nicht besetzt. Wir mussten Nadine live zeichnen sehen. Unbedingt. Wir sahen gar nicht, dass wir eigentlich direkt neben ihr standen und auf die leeren Plätze glotzten. Plötzlich und völlig unerwartet sprach sie uns dann an und man konnte ein paar Worte wechseln. Cool!

Als eigens auferlegte Spezialquest an diesem Tage gelang uns dann noch ein Foto gemeinsam mit Michael Mingers. Knapp 0,01 Schritt Entfernung.

Foto mit Michael Mingers

Abendprogramm

Das Let’s Play zu DSA1 „Die Sieben Magischen Kelche“ verspätete sich etwas durch die zuvor stattgefundene Auktion bzw. der Verteilung der ersteigerten Waren. Schließlich war es soweit und wir saßen live bereits in der zweiten Show, die wir bisher über YouTube kannten. Michael, Olaf, Markus und….Mháire waren da. Die echte Mháire…also zumindest sind wir uns da ziemlich sicher…außer Steffs Verkleidung wirkt live einfach viel besser als auf Video. 🙂 In der Versteigerung zuvor hatten auch zwei Con-Besucher die Teilnahme an der Runde erstanden, die mit den zuvor genannten und bekannten Spielern am Tisch saßen und alsbald aus einem großen Suppentopf gefischt wurden.

Die Hitze in der Zwergenschmiede war brutal aber wir haben trotzdem alle verdammt viel gelacht. Meine Gesichtsmuskeln schmerzten bereits nach einer Stunde. Schaut euch das Video an! Echt. Kein Scheiss:

  • Seile, die durch „Klugscheißen“ wegrationalisiert werden?
  • Neue DSA1-Regelelemente! Durch Werner Fuchs offiziell während des Let’s Plays abgesegnet.
  • Werner Fuchs spricht dämonisch!
  • Nubor, der Freundschaft mit Gorgon dem Riesenaffen schließt? Nubor…Freeeeeund. *umarm* Herrlich!
  • Außerdem erfahrt ihr in dem Let’s Play Video auch wie sich ein 3,50 Schritt großer Riesenaffe durch einen 2,50 Schritt hohen Gang bewegt. Ohne diese Information, könnt ihr einfach nicht richtig DSA spielen, geschweige denn ein guter Meister sein oder richtig Spaß haben. Glaubt mir.

Um 23:00 Uhr fand dann noch das zweistündige Live Let’s Play zu „Tails of Equestria“ statt. Also zum Rollenspiel „My Little Pony“. Mmh, ich dachte ja nach wie vor, dass es sich einfach um einen unglaublichen Aprilscherz handelt, der immer größere Bahnen zog. Ich musste es also mit eigenen Augen sehen. Auch hier hatte sich ein Con-Besucher die Teilnahme am Let’s Play ersteigert.

Es war super! Viel spannender und lustiger als ich in meinen kühnsten Träumen erwartet hätte! Keine Gewalt & kein Kampf und trotzdem eine interessante Quest mit Moral. Kein Spiel für mich selbst, aber unglaublich lustig anzuschauen. Vor allem die genial ausgespielten Rollen der drei Ponyfreunde! Es war erfreulich, dass der Con-Besucher so aktiv am Geschehen am Spieltisch teilnahm.

Meine Frau überlegt schon, ob das Spiel nicht was für unsere Mädels (11 und bald 4) wäre…das aber auch gestandene Männer daran Freude haben können, wurde ja auch bewiesen. Tja und vorhin schaute sogar die ganze Familie (außer mir, ich schrieb ja diese Zeilen) My Little Pony. 🙂

Mit Freundschaft schafft man alles!


Meisterinformation: Falls es ihn geben würde, würde hier der dritte Teil beginnen.

Sonntag

Künstlermeile

Im großen Saal im 1. OG waren zur linken und rechten Seite die Tische der vielen talentierten Illustratoren aufgebaut, die wir uns am Sonntag Vormittag endlich mal genauer anschauen konnten. Hier konnte man sich auch gegen faire Preise Portraits und Charakterzeichnungen seiner Helden anfertigen lassen. Da ich selbst keinen Helden (mehr) habe, der mir so direkt ans Herz gewachsen ist und meine Frau immer betont, dass ihre Lowanger Gildenmagierin eigentlich genauso aussieht wie die Lowanger Gildenmagierin im Buch…im Nachhinein bin ich dann drauf gekommen, dass ich mir auch ein fieses Meisterbild hätte malen lassen können. Oder was cooles für den Blog. Oder was cooles für mein immer noch laufendes Scriptorium Großprojekt…

Die Stationen von Nadine Schäkel und Steffen Brand waren besetzt und man konnte sich diverse Karten mitsamt der unzähligen kleinen Details anschauen und nette Gespräche führen. Wir beide müssen sagen, dass wir uns im Künstlerbereich am wohlsten fühlten. 🙂

Scriptorium Aventuris

Eines der Panels, auf das ich mich am meisten freute, war „Scriptorium Aventuris – Layout für jedermann“ von Art Director Nadine Schäkel und Layouter Thomas Michalski. Es war super, einen Blick hinter die Kulissen und einen Blick auf die Arbeitsweise von Profis werfen zu können. Neben kleinen Anekdoten aus dem Arbeitsalltag konnte man live einige Arbeitsschritte vom Text eines Autors in Word bis hin zur geil gelayouteten Variante in InDesign sehen und erhielt dazu noch ein paar Tipps. Beim Anblick des Schweinehirten im Band „Aventurische Namen“ habe ich echt grinsen müssen! Ich habe für mich einige Details mitgenommen, die mich auf meine Publikationen auch noch mal mit einem noch kritischeren Blick schauen lassen. Obwohl ich mir schon viel Mühe gegeben habe, habe ich auch einige Designsünden verbrochen. 🙂

Obwohl ich das Vorlagen-Paket für Word und Writer für das Scriptorium aus der offiziellen Vorlage ableitete, sage ich nach wie vor, dass die Arbeit mit InDesign viel besser flutscht und angenehmer ist. Immerhin hat der Industriestandard nicht ohne Grund seinen Preis. An der Stelle bin ich aber trotzdem immer noch zu geizig. Ich investiere das Geld dann doch lieber in offizielle DSA-Produkte. 🙂 Nach dem Panel bin ich aber wieder am Überlegen und vielleicht ein kleines bisschen weniger geizig. Andererseits würde ich InDesign lediglich fürs Scriptorium Aventuris benötigen…und 30 € im Monat müsste man erstmal regelmäßig einnehmen, damit die Ausgaben gedeckt sind. (Edit vom 29.08.2017: Jahres-Abo für InDesign mit monatlicher Zahlung gibt es aktuell für 23,79 € im Monat.) Mmh, mal überlegen. Andererseits bin ich mit der Word-Vorlage bisher für meine Produkte auch ganz gut gefahren…wenn auch nicht ganz stressfrei. (Mit Writer möchte ich übrigens niemals eine Scriptorium Aventuris Publikation erstellen. Das Paket enthält auf Wunsch der Community eine Writer-Vorlage…aber selbst antun werde ich mir das nicht.) – Ich schweife ab.

Ein unglaubliches Gefühl war es, als Thomas Michalski eben jene (meine) Word-Vorlage ansprach, die im Scriptorium als pay-what-you-want eingestellt ist. Meine Frau konnte sich natürlich nicht zurückhalten, musste mit ihrem Finger rumfuchteln und auf mich zeigen. „Du hast das erstellt?“ – „Ja.“, antwortete ich leise und bekam einen Applaus von den Anwesenden im Saal. Hammer. Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte und brachte gerade noch ein „Danke“ über die Lippen. Die Anerkennung hat mich echt sehr gefreut, überrumpelte mich aber ziemlich…bin nicht so der Bühnenmensch. Nochmal Danke an alle, die seit Dezember 2016 meine Vorlage verwenden, mir Feedback geben und mich mit Spenden im Scriptorium unterstützen. Es freut mich immer noch, wenn ich in einer neuen Publikation einen Verweis auf meine Vorlage sehe. 🙂

Wenn ich an der Stelle nicht so geizig wäre, hätte ich vermutlich niemals das Vorlagenpaket erstellt. Hat vielleicht doch was Gutes.

Regionalspielhilfen

Im Panel zu den Regionalspielhilfen wurden die Inhalte der Spielhilfen zu Havena (was ursprünglich als kleines Begleitheft begann) und dem Band zu den Flusslanden präsentiert. Beide Bände haben jetzt schon direkt einen Platz im Regal, muss sie nur noch kaufen, sobald sie draußen sind. Die Hafenstadt Havena am Meer der Sieben Winde an der Mündung des Großen Flusses ist seit DSA1 Bestandteil von Aventurien. Bei der Erwähnung, dass auch ein Teil der Stadt, der bei der Großen Flut vernichtet wurde, nun kartografiert wird, schlug mein Herz höher. Dennoch wird auch ein großer weißer Fleck zum kreativen Austoben für Meister bleiben. Es sprießen bereits die ersten Abenteuerideen.

Den Band zu den Flusslanden hätte ich persönlich anderthalb Jahre früher gebraucht – zu der Zeit als sich unsere Gruppe durch den Kosch bewegte, „Offenbarung des Himmels“ spielte, Angbar besuchte, etc. Vermutlich verlassen wir die Region genau zu dem Zeitpunkt, wenn die Regionalspielhilfe erscheint. Schade, aber ich lasse sie mir trotzdem nicht entgehen und werde das Buch mit Freuden lesen. Immerhin erfahre ich dann nach vielen Spielsitzungen der letzten anderthalb Jahre endlich wie wir hätten richtig Spaß haben müssen und was wir alles falsch gemacht haben. *g*

Der nächste Regionalband wird sich um Thorwal und Umgebung kümmern und erst 2018 erscheinen. Welche Region danach dran kommt, wurde leider nicht verkündet. Ich freu mich schon auf die Wüste Khom…

Shoppen!

Als meine Frau mal kurz verschwand, schlenderte ich nochmal am B-Ware-Stand vorbei. Mmh, drei DSA4-Bücher für 25 €. Da lagen gestern noch mehr zur Auswahl. Aber eins lag da noch, an das ich mich erinnerte…da war doch die Stadtbeschreibung zu Angbar drin, die ich mir damals zur Vorbereitung unseres Angbar-Abenteuers ausgeliehen habe. Mmh, ich schaute mir das Buch so an und Steff hat mir den Erwerb des Buches so dermaßen nahe gelegt, dass ich nicht anders handeln konnte als es zu kaufen. Meine Frau glaubte unserer Story aber nicht so ganz.

Foto mit Steff

Ein weiterer Abstecher im Ulisses Shop wurde notwendig, da man ab einem Einkaufswert von 50 € nun auch eine Audio CD von Earth Dawn oder Fragged Empire geschenkt bekam. Die Fragged Empire CD hatten wir ja bereits durch das Crowdfunding…joa, Earth Dawn CD…geschenkt…50,00 €? Kein Problem! Diesmal kaufte ich unter anderem das total unnötige Buch „Aventurische Namen“. Niemand braucht das. Und zwei Abenteuer, die ich am Tag zuvor wieder weg gelegt hatte. *g*

Das absolut genialste nach dem Shoppen war aber, dass wir noch mal einen Abstecher bei Nadine machten. Wir erhielten unglaubliche Details zur GenCon, über die wir natürlich für immer schweigen werden, machten ein gemeinsames Foto und bekamen sogar noch eine Signatur auf „Ein Tod in Grangor“ von Nadine! Absolut phantastisch! Das Abenteuer bekommt einen Ehrenplatz. Die Autoren der Abenteuer konnten wir leider in den Menschenmassen nicht ausmachen, auch wenn wir uns krampfhaft versuchten die Gesichter aus dem Programmheft einzuprägen.

Foto mit Nadine Schäkel

Nachwuchsförderung

Als letzte offizielle Veranstaltung der Ratcon 2017 besuchten wir das Panel mit dem Thema „Nachwuchsförderung im Rollenspiel“. Auch hier will ich dem in den nächsten Tagen veröffentlichten Video nicht zuviel vorweg greifen. Es war auf jeden Fall interessant – da wir uns in der Rolle als Eltern von 4 Kindern auch bereits damit beschäftigten. (Vor wenigen Wochen startete ich mit unseren zwei Großen in die Welt von Pathfinder…beim ersten Abenteuer konnte unser Fünfjähriger vor Spannung den Tisch auch nicht mehr verlassen und musste unbedingt einen Goblin spielen…aber das wird noch ein anderer Blog-Beitrag.)

Das Panel zeigte jedenfalls, wie viele verschiedene Herangehensweisen als auch unterschiedliche Anforderungen existieren…klar, denn allein die unterschiedlichen Altersgruppen geben dies vor. Das Interesse beim Nachwuchs existiert nach wie vor, das merkten wir ja auch bereits bei unseren eigenen Kindern. Kinder lieben Fantasy! Doch auch nach wie vor, nach vielen Jahrzehnten, gibt es beim Thema Rollenspiel immer noch abstruse Vorurteile. Das haben wir selbst auch schon erlebt – egal ob vor langer Zeit als Kind bei der Diskussion mit der eigenen Mutter oder als Elternteil im Gespräch mit anderen Eltern – dabei ist Rollenspiel die natürlichste Form des Spiels und bereits Kinder im Alter von ca. 2 Jahren betreiben Rollenspiel. Oder was meint ihr, was Spiele wie „Mutter-Vater-Kind“, „Räuber und Gendarme“ oder „Cowboy und Indianer“ sind? Denkt mal drüber nach!

Ich finde auch, dass es nicht allein die Aufgabe eines Verlags ist, Nachwuchsförderung zu betreiben. Genauso wenig wie es die alleinige Aufgabe von Eltern, der Community, Rollenspiel-Clubs, Schul-AGs, etc. sein kann. Es ist eine GEMEINSAME Aufgabe und jeder kann seinen Teil dazu beitragen. Das eigene Hobby lieben und anderen – auch den eigenen Kindern – zeigen ist ein Teil des Ganzen. Eine offene Community, die nicht davor zurückscheut auch jüngere Menschen in ihren Reihen zu begrüßen und Verläge, die das unterstützen, sind genauso notwendig.

Meine Frau und ich freuen uns auch schon auf das bald erscheinende Kinderbuch zu Alrik! Viele kleine Schritte. Und jeder kann und sollte seinen Teil dazu beitragen.

Am Ende des Panels erhielten wir dann auch noch die Chance uns ein paar Minuten mit anderen Teilnehmern des Panels und Mháire zu unterhalten. Sogar ein Foto mit Orkenspalter TV war möglich. Coole Sache über die wir uns auch sehr freuten.

Foto mit Orkenspalter TV

Abreise

Auf dem Weg heraus gelang es uns dann doch noch ein paar Worte mit einem erschöpften und sehr sympathischen Mirko Bader über Hexxen 1733 zu wechseln. Er bestätigte, dass die Erwartungen an das Spiel aufgrund des sehr erfolgreichen Crowdfundings natürlich umso größer sind. Wir sind sehr gespannt, aber auch sicher, dass uns das Spiel Spaß machen wird! Mirko sprach meiner Frau dann auch noch gut zu, dass die Einarbeitung für den Spielleiter gering ausfällt und sie die Rolle ruhig übernehmen kann, damit ich auch Monster erledigen kann! 🙂

Foto mit Mirko Bader

Bei Steff waren wir auch noch kurz…bis ein Polizist zu ihm kam. Vermutlich wegen „Türme von War’Hunk“. Wir hoffen, dass er schnell wieder rauskommt.

Außerdem lief uns Markus Plötz endlich über den Weg und war sofort für einen kurzen Plausch und ein Foto bereit! Ein super Abschluss für eine tolle Veranstaltung!

Foto mit Markus Plötz

Wir gingen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit einem weinenden Auge, weil ein phantastisches Wochenende auf unserer ersten Rollenspiel-Convention zu Ende war und mit einem lachenden Auge, weil wir (neben unzählig viel materiellen Dingen) soviel Spaß und Freude aus den Tagen mitnehmen konnten. Drei Tage waren zudem dann auch mal genug und wir freuten uns auf unsere Kinder, unser Zuhause und darauf unseren schmerzenden Füßen eine Pause gönnen zu können.

Check der Erwartungen

  • Erwartung: Man trifft den ein oder anderen Ulisses-Mitarbeiter, den man vielleicht bereits per Mail Kontakt hatte oder über YouTube-Videos „kennt“. Die Ulisses-Mitarbeiter sind hoffentlich in live genauso sympathisch 🙂 und man kann vielleicht auch mit dem ein oder anderen ein paar Worte wechseln.
    • Absolut erfüllt
  • Erwartung: Ich werde sicherlich den ein oder anderen Euro gegen neue Bücher tauschen. Vielleicht ist sogar ein ganz neues System darunter? Oder gönnt man sich einfach etwas, was man schon länger auf der Wunschliste hat? Mit Viel Glück ist es vielleicht sogar möglich ein Abenteuer zu kaufen und direkt vom Autor signieren zu lassen.
    • Erfüllt mit kleiner Ausnahme: Abenteuer nicht vom Autor signiert, dafür von Nadine.
  • Erwartung: Altersdurchschnitt unter 40 Jahren.
    • Subjektiv erfüllt, auch wenn keine genauen Zahlen bekannt sind. Wir fühlten uns wohl. Im Nachhinein auch ein absolut irrelevanter Punkt.
  • Erwartung: Wir werden eher an Rahmenprogramm-Veranstaltungen teilnehmen. Informationen in uns aufsaugen und live bei unseren beliebten YouTube-Formaten dabei sein. Die Teilnahme an einer Spielrunde ist eher unwahrscheinlich.
    • Genau wie erwartet – obwohl eine Runde Hexxen 1733 gereizt hat
  • Erwartung: Zumindest eine Mahlzeit werden wir außerhalb der Convention in einem Restaurant zu uns nehmen. Ich werde mindestens ein Andergaster Schweineschnitzel essen.
    • 1 Schnitzel gegessen. Semi-Zufriedenstellend. Eigentlich haben wir auch nur auf der Con gegessen oder unsere Vorräte im Hotel gefuttert.
    • In einem Restaurant waren wir nicht – dazu war gar keine Zeit und man hätte zuviel verpasst.
  • Erwartung: Wir werden zwei Kaffee-Flatrates buchen. Ich werde mich über halbe Brötchen ärgern und über die Cola-Preise grummeln. Dennoch werde ich Cola trinken. Verdammt.
    • Zwei Kaffee-Flatrates: check
    • Habe mich Vor-Ort nicht über Preise oder halbe Brötchen geärgert. Es war mir egal. Habe trotzdem keine halben Brötchen gegessen. Dafür wie erwartet viel Cola getrunken. 🙂

Fethz Fazit

Es war absolut genial! Ich bereue unsere Entscheidung zur Ratcon 2017 zu fahren in keinster Weise und gehe fest davon aus, dass dies nicht unsere letzten Convention bleiben wird. Es hat sich absolut gelohnt! Die dort verbrachte Zeit gab uns soviel tolle Erinnerungen. Wir haben sogar mit so vielen Menschen gesprochen, die für uns einen Bekanntheitsgrad oder gar „Berühmtheitsgrad“ hatten und bis auf wenig E-Mail-Kontakt trotzdem eher fern erschienen. Die Ratcon zeigte uns, dass man aber wirklich mit jedem auf Augenhöhe von Fan zu Fan sprechen konnte und die Community der Rollenspieler etwas Besonderes ist. Es zeigte uns, dass nicht die wenigen ewig-nörgelnden Spieler die Community ausmachen, nur weil sie stets am lautesten schreien, sondern alle die, die gemeinsam Spaß haben können. Alle diejenigen unter uns, die Freizeit aufbringen, um der Community einen Mehrwert zu bieten. Alle die, die auch mal über den eigenen Tellerrand hinausschauen können. Alle die, die ihren Teil dazu beitragen, dass die von uns geliebten Spiele weiterhin Bestand haben und uns auch in Zukunft immer noch Spaß machen können. Ich bin dankbar für diese Erkenntnis!

Außerdem freue ich mich natürlich über die ganzen tollen Sachen, die wir mit nach Hause brachten und die uns viel Spielfreude bringen werden! Die erste Runde Feuertränen ist bereits für heute Abend eingeplant.

Ratcon? Jederzeit wieder!

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6 Gedanken zu „[DSA5] Ratcon 2017 – Ulisses. Freeeeeuuund.

    • Danke für das Lob, aber ich muss mich bedanken. Du bist der erste Ulisses-Mitarbeiter, der direkt auf meinem Blog kommentiert! Dafür hast du für alle Zeit einen Ehrenplatz. 🙂 Wir hatten auch deine coolen Karten bestaunt und ein paar Worte wechseln können – aber stimmt, ein Handschlag und ein Foto haben gefehlt! Das wird auf jeden Fall nachgeholt. Wir freuen uns schon!

  1. Pingback: 2017 – Jahresrückblick | Fethz Welt

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